Vom Erbeskopf [RLP] zum Dollberg [SL] :: 55k im Nationalpark Hunsrück Hochwald

Die Idee

Das Wochenende steht an, es müssen neue Reize gesetzt werden. Ein Long Jog in ausgedehnter Länge, eine neue Strecke muss her. Der Erbeskopf mit 816m ü.NN als höchster Berg in Rheinland Pfalz (RLP) sollte als Ausgangspunkt dienen. Nicht weit davon entfernt, kurz hinter der Grenze RLPs liegt das wunderschöne Saarland[SL]. Der höchste Punkt im SL ist der Dollberg mit 695,4m ü.NN, somit war klar dass dieser auf dem Rundkurs ins Programm gehört. Weiter auf der Strecke liegt noch die Primstalsperre und und der damit verbundene Stausee in Nonnweiler. Der keltische Ringwall und die Heilquelle de Gure Bure  waren auf der zweiten Weghälfte zusammen mit dem Dollberg Programm.

Die Route

Mit fast 55 km und 1400hm auf anspruchsvollem Untergrund ist die Route abgesteckt. Sie führt fast ausschließlich durch den Nationalpark Hunsrück Hochwald. Wie schön diese Gegend ist konnten wir bereits am Anfang feststellen. Mit outdooractive und komoot habe ich die Tour so angepasst dass 55 +/- 5km dabei heraus kommen sollen. Die Idee am Erbeskopf zu laufen kam von Eric, aber auch Läufer wie Martin Schedler haben mit privaten Läufen und Bildern dazu inspiriert.

Auf den ersten Kilometern der Tour sind uns zahlreiche Rehe begegnet. Das ist nun nichts besonders, aber als zwei große Hirsche nah uns vorbei rauschten, morgens als die Sonne noch sehr schräg stand, und unweit vor uns in einer breiten Schneise stehen blieben und begutachteten welche verrückten Geschöpfe um kurz nach acht durch Ihren Wald schnaufen, dass war schon sehr beeindruckend!

Die Wege:

Es gab Waldautobahnen, matschige Wiesenwege, schönste Singletrails, knackige Anstiege, schmetternde Downhills. Eigentlich war von allem etwas dabei. Passt also. Ganze vier Traumschleifen sind wir zum Teil auf der Route abgelaufen. Da ist für jeden was dabei.

Traumschleife Dollbergschleife – 11,4km 265hm – Highlight: Keltischer Ringwall Otzenhausen

Traumschleife Gipfelrauschen – 7,3km 237hm – Highlight: Erbeskopf

Traumschleife Börfinker Ochsentour – 9,4km 239hm – Highlight: Forellenhof (Wir haben hier zwar nur ein wunderbares alkoholfreies Weizen nach 40km getrunken, aber hier will ich noch einmal zum Essen hin. Das sah so fabelhaft aus!!!)

 

Das Profil

Wie man ganz gut erkennen kann ging es die erste Hälfte fast nur bergab. Das ist der Nachteil wenn man am höchsten Punkt startet 😀 … man muss zum Ende der Strecke wieder bergauf. Das hat die 55km gefühlt eher länger gemacht. Trotzdem kam es vor, als wäre man kumuliert mehr bergab als bergauf gelaufen.

Insgesamt waren es laut Fenix 3 genau 1404 Höhenmeter.

Impressionen und Eindrücke

Eigentlich wollte ich die Strecke mit Eric ablaufen. Unsere 3te im Bunde der Trierer, Birthe, war auf einem anderen Event. Erich aus der tiefen Eifel 🙂 hatte zu unserem Erfreuen auch fürs Wochenende angefragt, also waren wir drei, leider konnte Eric dann wegen Männergrippe nicht an den Start … die ursprüngliche Mannschaft von Roland und Eric wurde um ein „h“ ergänzt und so waren Roland und Erich am Start. Alleine hätte ich mich wohl eher auch noch mal im Bett gedreht 😀 … Danke noch einmal an Erich für die spitzenmäßige Begleitung 😉 … werd mich bald revanchieren und dich ziehen 😛

3 Tage Intervallfasten waren abgehakt, also 20 Stunden starving, 4 Stunden eating. Dass man so keinen Ultra laufen kann ist klar, also hab ich ab Freitag Abend normal gegessen. Hat nicht gereicht, ich war entkräftet … die ersten 30km waren okay, dann begann das Leiden. Geht doch mehr an die Substanz als man denkt. Deswegen ist am heutigen Sonntag auch „fressen“ angesagt, ab Montag beginnt wieder eine Fastenwoche.  Irgendwie hab ich es auch hin bekommen nur 3 Stunden zu schlafen die Nacht von Freitag auf Samstag … egal … Härtebedingungen 😉 …

Zu den erfreulichen Sachen:

Ich habe letztens günstig das Rucksack-Auslaufmodel Montane Dragon 20 erstanden. Den hab ich mit gut 5-6kgs beladen und getestet. Trägt sich super, sehr durchdacht, nur die Flaschenkonstruktion ist an den neueren Modellen besser. Der Rucksack sitzt top, wackelt nicht, bietet viel Platz, wasserdicht ist er auch … was will man mehr für knapp 50 Euro?! … vor allem eignet er sich auch mal für ne minimalistische 1-2 Tagestouren Wanderung oder einen Ultra, der autark absolviert wird.

Die Inov-8 Roclite 290. die mir zum Testen zur Verfügung gestellt worden sind, haben mich bei den 55km nicht im Stich gelassen. Sie sitzen sehr angenehm, haben Grip, da rutscht und wackelt nix. Meine Füsse sind mehrmals in Bächen und im Schmelzwasser baden gegangen. Die Schuhe waren schnell warm und trockneten auch gut. Es war nicht unangenehm nass damit zu laufen und ich hab keine Blasen bekommen. Die Dämpfung war moderat und höchst angenehm. 4mm Drop haben diesen doch „schweren“ Schuh sehr agil wirken lassen. Es war ein leichtes über Stock und Stein zu laufen und sie haben wirklich viel Spaß gemacht. Auch wenn ich den Schuh grade minimal lieber mag als den 305, einen richtig klaren Favoriten hab ich dennoch nicht, trotz der nur kleinen Unterschiede sind die Schuhe bis auf Passform und Sitz doch sehr unterschiedlich.

Stand 290: ~70 Testkilometer

Stand 305: ~60 Testkilometer

Nun zu den Bildern vom Lauf:

 

 

 

 

 

 

3 Comments

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